Die RWTH setzt sich für gefährdete Forschende ein

23.07.2019

RWTH Aachen dem Netzwerk „Scholars at Risk“ beigetreten.

 

Scholars at Risk (kurz SAR) ist ein internationales Netzwerk, in dem über 500 Hochschulen, Forschungsinstitutionen und andere Wissenschaftsorganisationen in 39 Staaten zusammenarbeiten, um gefährdete Forschende zu schützen und Werte wie die wissenschaftliche Freiheit aufrecht zu erhalten. Jedes Jahr unterstützt SAR hunderte Forscherinnen und Forscher durch befristete Stellen an Mitgliedsinstitutionen, durch Vor-Ort-Hilfen und durch Rat sowie Vernetzung. Das Netzwerk unterstützte die RWTH bereits mehrfach bei der Gefährdungsbeurteilung für die Philipp Schwartz-Initiative, bei der die RWTH in der fünften Ausschreibungsrunde wieder erfolgreich Stipendien für bedrohte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeworben hat. Zwei geflohene Forscher werden demnächst ihre Studien an Instituten der RWTH wieder aufnehmen.

6. Ausschreibungsrunde im Stipendien- und Förderprogramm der Philipp Schwartz-Initiative für verfolgte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eröffnet

Mit der Philipp-Schwartz-Initiative erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Forschende im Rahmen eines Vollstipendiums für 24 Monate aufzunehmen. Außerdem fördert ein Begleitprogramm den Erfahrungsaustausch zwischen interessierten Einrichtungen unter Einbindung von Experten des Scholars at Risk Network, des Scholar Rescue Fund und des Council for At Risk Academics.

Finanziert wird diese Initiative durch das Auswärtige Amt, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Andrew W. Mellon Foundation, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, den Stifterverband sowie die Stiftung Mercator.

Die Antragsstellung muss bis zum 13. September 2019 erfolgen. Bitte beachten Sie, dass weder die Forscherinnen und Forscher selbst noch die aufnehmenden Institutionen sich direkt bewerben können! Die Antragstellung muss stattdessen durch das Dezernat für Internationale Hochschulbeziehungen erfolgen. Bei Fragen und bei Interesse an der Aufnahme gefährdeter Forschender nehmen Sie daher bitte Kontakt mit Cathrin Urbanke auf. Die Auswahl der erfolgreichen Anträge durch die Philipp-Schwartz-Initiative erfolgt bis Anfang Dezember 2019. Aktuell gehen wir davon aus, dass circa 25 Förderungen bewilligt werden können.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Philipp Schwartz-Initiative.