From a Moment of Consciousness to a Decade of Dementia: New Insights from Neuroscience

 

Susan Greenfield, Professor of Physiology, Department of Pharmacology, Universität Oxford

 

Freitag, 8. April 2016, 12 bis 13.30 Uhr, SuperC – Ford-Saal

 

Zum Vortrag

Die meisten Menschen nehmen ihre Subjektivität bzw. ihr „Bewusstsein“ als gegeben an, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was sich tagtäglich in ihrem Gehirn abspielt, um diesen Zustand des Bewusstseins zu ermöglichen. Eines der zentralen Probleme der Neurowissenschaften ist es, dass sie bisher keine stringente Theorie entwickelt haben, die Mikro- und Makroereignisse im Gehirn konzeptuell zusammenführt und integriert. Inzwischen gewinnt jedoch das Konzept der ‚neuronalen Gruppen‘ zunehmend an Akzeptanz: dies sind sehr große und gleichzeitig sehr kurzlebige neuronale Verbindungen, die als das zentrale fehlende Glied zwischen der molekularen Neurobiologie und den kognitiven Neurowissenschaften der nichtinvasiven Bildgebung aktiver Hirnregionen gesehen werden können.

Der Vortrag von Professorin Greenfield findet in englischer Sprache statt. Weitere Informationen zum Inhalt entnehmen Sie bitte der englischen Fassung dieser Webseite.

 

Susan Greenfield

Baroness Susan Greenfield wurde 1950 in London geboren. Ihr Studium an der Universität Oxford schloss sie 1977 mit der Promotion in Pharmakologie ab. Danach folgten Forschungsaufenthalte im In- und Ausland, unter anderem am Collège de France, sowie am Institut für Neurowissenschaften der Universität La Jolla, USA.

1995 erhielt Susan Greenfield den Gresham Chair of Physic in London, seit 1996 ist sie Professorin für Pharmakologie an der Universität Oxford. Ihre Entdeckung der besonderen Rolle eines speziellen Enzyms bei der Zerstörung von Zellen gilt als wichtiger Ansatz zur Bekämpfung von Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson.

Seit 1998 ist Susan Greenfield Direktorin der Royal Institution of Great Britain. Anfang 2000 wurde sie zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) ernannt.

Greenfield zählt laut der britischen Zeitung The Guardian zu den einflussreichsten Frauen Großbritanniens. Ihr Spezialgebiet ist die Physiologie des Gehirns mit besonderem Fokus auf Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson. Mit ihren Büchern zur Gehirnforschung, mit Radiobeiträgen, Fernsehsendungen und Interviews setzt sich Susan Greenfield für ein breiteres öffentliches Verständnis der Wissenschaften ein.

 
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